Gewalt an Frauen: Zahlen & Fakten

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Nach wie vor sind Frauen und Mädchen in aller Welt Opfer von Gewalt – auch in Deutschland. Diese Frauen leiden unter den unmittelbaren und langfristigen physischen, sexuellen und psychischen Folgen.

Gewalt an Mädchen und Frauen ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Weltweit erfahren über 30 Prozent aller Frauen Gewalt. So die Statistik der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2015. Das heißt: Im Durchschnitt wird jede dritte Frau Opfer einer Gewalttat, einer Vergewaltigung oder eines Angriffs.

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Auszug aus der aktuellen BKA-Statistik

Auch in Deutschland ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen trauriger Alltag:

  • 133.983 Menschen wurden in Deutschland im Jahr 2017 Opfer von Straftaten, wie Mord, Totschlag, Körperverletzung, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution.  82,1 Prozent aller Opfer waren Frauen.
  • 2017 starben 141 Frauen in Deutschland durch Mord im Rahmen von Partnerschaftsgewalt, weltweit 87.000 Frauen.
  • 2018 wurden 28.800 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in Deutschland verübt. 93,2 % davon waren Frauen.
  • Die Zahlen der Gewalttaten sind seit der Ersterfassung durch das BKA im Jahr 2011 weiterhin steigend.
  • Fast 50 % der Opfer lebten mit dem Partner in einem Haushalt. 81% davon waren Frauen.

Die aktuelle BKA Statistik kann hier heruntergeladen werden.

Die EU-Studie 'Gewalt gegen Frauen' der European Union Agency For Fundamental Rights von 2014 von schätzt, dass fast die Hälfte der von körperlicher und sexueller Gewalt Betroffenen sich niemandem dazu anvertrauen. Sie schweigen vor allem dann, wenn der Täter der aktuelle oder frühere Beziehungspartner ist oder war.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.


Folgen von Partnerschaftsgewalt

Neben physischen Verletzungen beeinträchtigen psychische Traumafolgestörungen das Leben der Betroffenen. Durch indirekte oder direkte Gewalterfahrungen traumatisiert sind dabei häufig auch ihre Kinder.

Als konkrete Folgen zählt die EU-Studie 'Gewalt gegen Frauen' der European Union Agency For Fundamental Rights von 2014 den Verlust des Selbstbewusstseins, das Gefühl der Verletzlichkeit, Schlafstörungen und Ängste auf.

Anhaltende Gewalterfahrungen in Partnerschaft und Familie führen zu schweren, chronisch verlaufenden psychischen Erkrankungen mit intensivem Therapiebedarf wie zum Beispiel Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen.

Weitere Fakten zur Gewalt an Frauen | PDF

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