Zonta International | Projekt 'Verhinderung von Kinderehen'

 

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Internationales Projekt: 'Ending Child Marriage'

Im Biennium 2018 – 2020 wird sich Zonta International besonders mit dem Thema der Kinderehe auseinandersetzen. Darunter versteht die UN-Kinderrechtskonvention, die in Deutschland und anderen europäischen Staaten anerkannt ist, die Eheschließung von mindestens einem Jugendlichen unter 18 Jahren.

Ursachen und Fakten

Die Ursachen für die Frühehen liegen im traditionell-religiösen, kulturellen und sozialen Umfeld der Betroffenen.

Laut Darstellung von UNICEF, die sich gegen Kinderehen einsetzt, heiraten aktuell 720 Millionen Mädchen und 156 Millionen Jungen vor dem achtzehnten Lebensjahr. Täglich werden 41.000 Mädchen verheiratet. Eines von neun ist jünger als fünfzehn Jahre alt. Circa 250 Millionen Mädchen gehen die Ehe vor dem fünfzehnten Lebensjahr ein, viele davon unfreiwillig, im Rahmen einer Zwangsverheiratung, was eine Verletzung der Menschenrechte darstellt.

In Afghanistan, in Indien, in Bangladesch, in Nepal, im Jemen, in Brasilien und vielen afrikanischen Ländern sind Frühehen, insbesondere im ländlichen Raum, weit verbreitet. So sind in Niger 87 Prozent der Frauen vor ihrem achtzehnten Lebensjahr verheiratet und 53 Prozent haben bereits mindestens ein Kind. Schon seit 2013 engagiert sich Zonta International erfolgreich zum Thema Kinderehe in diesem Land.

Folgen

Die frühe Bindung in einer Ehe, oftmals verbunden mit einem hohen Altersunterschied, Zwangsverheiratung und früher Schwangerschaft, führen zu psychischen, sozialen und gesundheitlichen Problemen – insbesondere bei Schwangerschaft und Geburt. Viele junge Frauen sind rechtlos ihrem Schicksal ausgeliefert. Sie verlieren den Zugang zu Bildung und Ausbildung, was die Abhängigkeit vom Ehemann und dessen Familie verstärkt, eine Spirale, die sich in der nächsten Generation fortsetzt.

Zonta International finanzielle Hilfe

Zonta International unterstützt mit US$2.000.000 der UNICEF/UNFPA 'Global Programme to Accelerate Action to End Child Marriage' in 12 Ländern: Bangladesch, Burkina Faso, Äthiopien, Ghana, Indien, Mozambique, Nepal, Niger, Sierra Leone, Uganda, Jemen and Gambia.

Es ist das höchst dotierte Projekt, das Zonta je gefördert hat und ZI ist der größte internationale Geldgeber in diesem Projekt. Das Projekt setzt für eine intensivere Beratung und Unterstützung auf politscher und lokaler Ebene ein.

Einzelheiten zu dem Projekt und den Zielen finden Sie bei zonta.org 

Quellen:
Zonta International
• Wikipedia
WOMAN 'S UN REPORT NETWORK
• World Economic Forum

Rede der Präsidentin von Zonta International und ZI Foundation Susanne von Bassewitz (Düsseldorf II) bei einer Nebenveranstaltung der UN Generalversammlung mit afrikanischen Staatsführern | Ausschnitt: 0:48:25 bis 0:52:40

Projektbeschreibung auf deutsch | PDF

Zum Video 2019  | 'Ending Child Marriage' in englisch

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