Verhinderung von Kindehen

Foto: Zonta International

Ein Programm, um Maßnahmen weltweit zu beschleunigen

Hintergrund

Weltweit wurden bis heute fast 650 Millionen Frauen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet und 280 Millionen weitere Mädchen laufen Gefahr, das gleiche Schicksal zu erleiden. Wenn die aktuellen Trends sich fortsetzen, wird im Jahr 2030 die Zahl der Mädchen und Frauen, die als Kinder verheiratet wurden, fast 1 Milliarde erreichen.

Kindehensind eine globale Verletzung der Menschenrechte, die in allen Kulturen, Religionen, Ethnien und Ländern auf der Welt zu finden ist. In Anbetracht der weitreichenden potenziellen Auswirkungen einer Reduzierung der Kindehenhaben UNICEF und UNFPA ihre Kräfte gebündelt und offiziell eine länderübergreifende Initiative zum Schutz der Rechte von Millionen der am stärksten gefährdeten Mädchen der Welt gestartet.

Das globale Programm zur Beschleunigung von Maßnahmen zur Beendigung der Kindehenbringt Regierungen, die Zivilgesellschaft, Familien und junge Menschen in einer gemeinsamen Anstrengung zusammen, um vorzubeugen, daßMädchen zu jung heiraten und bereits verheiratete Mädchen zu unterstützen.

Ziele und Aufgaben

Da nur eine langfristige Strategie die gewünschten Ergebnisse gewährleisten kann, zielt das Mehrjahres-programm darauf ab, das Recht von Mädchen auf spätere Heirat zu fördern, die Bedingungen für die Aufrechterhaltung der Praxis zu berücksichtigen und bereits verheiratete Mädchen zu betreuen.

In der ersten Phase verwandelt das Programm in Zusammenarbeit mit Regierungen und der Zivilgesellschaft das Engagement in konkrete Maßnahmen, um das Leben von Mädchen sinnvoll und nachhaltig zu verändern, indem es sich auf fünf Hauptstrategien konzentriert:

1. Aufbau von Kompetenzen und Kenntnissen der Mädchen, die von einer Kindehe bedroht sind.

2. Unterstützung der Haushalte durch Veranschaulichung einer positiven Einstellung gegenüber heranwachsenden Mädchen

3. Stärkung der Systeme, die Dienstleistungen für jugendliche Mädchen bereitstellen.

4. Sicherstellung des Schutzes und der Förderung der Rechte der Mädchen durch Gesetze und Richtlinien

5. Erzeugung und Verwendung solider Daten, um Programme und Richtlinien für Mädchen im Jugendalter zu unterlegen

Unter dem Schirm dieser fünf Hauptstrategien wird jedes Land spezifische Strategien haben, zugeschnitten auf den jeweiligen Kontext und auf die Gründe, weldiedie Mädchen in die frühe Ehe führen, haben.

Projektbegünstigte

In der Anlaufphase können so bis Ende 2019 2,5 Millionen Mädchen in den folgenden 12 Ländern direkt erreicht werden: Bangladesch, Burkina Faso, Äthiopien, Ghana, Indien, Mosambik, Nepal, Niger, Sierra Leone, Uganda, Jemen und Zambia.

Mehr zum Projekt im Projektprofil 2018 - 2020 | PDF

Weitere Informationen zum Projekt auf der Internetseite von Zonta International.