Ending Child Marriage

  • Internationales ZISVAW-Projekt 2018 - 2020 | Schluss mit Kinderehen
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Internationales Projekt: 'Schluss mit Kinderehen'

Gemeinsam mit UNICEF und UNFPA setzt sich Zonta International im Biennium 2018 - 2020 verstärkt gegen die Verheiratung von Kindern ein. Mit Fördermitteln in Höhe von zwei Millionen US-Dollar unterstützt Zonta International als erster zivilgesellschaftlicher Partner das von UNICEF und UNFPA gemeinsam initiierte 'Global Programm to Accelerate Action to End Child Marriage'.

Das Programm konzentriert sich auf Projekte in 12 Ländern, in denen Kinder besonders von dieser Praxis bedroht sind: Äthiopien, Bangladesch, Burkina Faso, Ghana, Indien, Jemen, Mozambique, Nepal, Niger, Sambia, Sierra Leone und Uganda.

Betroffen sind vor allem Mädchen

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© Zonta | Link zu Youtube

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, geht davon aus, dass etwa 82 Prozent der Kinderehen auf Mädchen entfallen.

„Alle zwei Sekunden wird
weltweit ein Mädchen verheiratet."

Susanne von Bassewitz, Präsidentin Zonta International 2018- 2020

 

"Was oft in der Absicht geschieht, die eigenen Töchter zu schützen bedeutet meist das Gegenteil: den Abbruch der Schulbildung und ein fremdbestimmtes Leben unter den Bedingungen physischer und psychischer Gewalt. Dagegen setzen wir uns entschieden auf allen Ebenen unserer weltweiten Organisation ein", erklärt die Internationale Präsidentin von Zonta International Susanne von Bassewitz.

Einzelheiten zu dem Projekt finden Sie auf der Seite von Zonta International.

Zahlen und Fakten zur Kinderehe

Unter 'Kinderehe' versteht die UN-Kinderrechtskommission die Eheschließung von mindestens einem Partner unter 18 Jahren.

Laut UNICEF sind derzeit weltweit schätzungsweise 650 Millionen Mädchen und 115 Millionen Jungen von der Kinderehe betroffen. Jährlich kommen 12 Millionen Mädchen hinzu. Kinderehen sind ein weltweites Problem.

Über Verbreitung, Ursachen und Auswirkungen der unheilvollen Praxis, die die Betroffenen ihrer Entwicklungsmöglichkeiten beraubt und langfristig hohen Armuts-, Gesundheits- und Lebensrisiken aussetzt, informiert UNICEF ausführlich auf dieser Seite.

Ein Programm, um Maßnahmen weltweit zu beschleunigen

Hintergrund

Weltweit wurden bis heute fast 650 Millionen Frauen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet und 280 Millionen weitere Mädchen laufen Gefahr, das gleiche Schicksal zu erleiden. Wenn die aktuellen Trends sich fortsetzen, wird im Jahr 2030 die Zahl der Mädchen und Frauen, die als Kinder verheiratet wurden, fast 1 Milliarde erreichen.

Kinderehen sind eine globale Verletzung der Menschenrechte, die in allen Kulturen, Religionen, Ethnien und Ländern auf der Welt zu finden ist.

In Anbetracht der weitreichenden potenziellen Auswirkungen einer Reduzierung der Kinderehen haben UNICEF und UNFPA ihre Kräfte gebündelt und offiziell eine länderübergreifende Initiative zum Schutz der Rechte von Millionen der am stärksten gefährdeten Mädchen der Welt gestartet.

Das globale Programm zur Beschleunigung von Maßnahmen zur Beendigung der Kinderehen bringt Regierungen, die Zivilgesellschaft, Familien und junge Menschen in einer gemeinsamen Anstrengung zusammen, um vorzubeugen, dass Mädchen zu jung heiraten und um bereits verheiratete Mädchen zu unterstützen.

Ziele und Aufgaben

Da nur eine langfristige Strategie die gewünschten Ergebnisse gewährleisten kann, zielt das Mehrjahresprogramm darauf ab, das Recht von Mädchen auf spätere Heirat zu fördern, die Bedingungen für die Aufrechterhaltung der Praxis zu berücksichtigen und bereits verheiratete Mädchen zu betreuen.

In der ersten Phase verwandelt das Programm in Zusammenarbeit mit Regierungen und der Zivilgesellschaft das Engagement in konkrete Maßnahmen, um das Leben von Mädchen sinnvoll und nachhaltig zu verändern, indem es sich auf fünf Hauptstrategien konzentriert:

  1. Aufbau von Kompetenzen und Kenntnissen der Mädchen, die von einer Kinderehe bedroht sind.
  2. Unterstützung der Haushalte durch Veranschaulichung einer positiven Einstellung gegenüber heranwachsenden Mädchen
  3. Stärkung der Systeme, die Dienstleistungen für jugendliche Mädchen bereitstellen.
  4. Sicherstellung des Schutzes und der Förderung der Rechte der Mädchen durch Gesetze und Richtlinien
  5. Erzeugung und Verwendung solider Daten, um Programme und Richtlinien für Mädchen im Jugendalter zu unterlegen

Unter dem Schirm dieser fünf Hauptstrategien wird jedes Land spezifische Strategien haben, zugeschnitten auf den jeweiligen Kontext und auf die Gründe, die die Mädchen in die frühe Ehe führen.

Projektbegünstigte

In der Anlaufphase (bis Ende 2019) können so 2,5 Millionen Mädchen in den folgenden 12 Ländern direkt erreicht werden: Bangladesch, Burkina Faso, Äthiopien, Ghana, Indien, Mosambik, Nepal, Niger, Sierra Leone, Uganda, Jemen und Zambia.